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Herbstgrasmilben – was hilft?

Neyla hat sich Herbstgrasmilben eingefangen

Kennen Sie das auch, Ihr Hund fängt auf einmal an sich heftig zu kratzen? Unsere Neyla war praktisch pausenlos dabei und wir konnten erst nichts erkennen, was sie da so jucken könnte. Nach einigen Tagen waren ihre vorderen Achseln nicht nur rot, sondern schon durch das ständige kratzen auch schon sehr wund. Natürlich war klar, dass der nächste Ausflug zu unserer Tierärztin führt. Diagnose Grasmilben.

Die Herbstgrasmilben leben parasitisch auf und von anderen Tieren. Sie befallen vor allem Mäuse, aber auch Hunde, Hauskatzen, Menschen und andere Säugetiere. In Deutschland ist unter den Laufmilben, die sogenannte Herbstgrasmilbe, am häufigsten vertreten. Die erwachsenen Milben sind ein bis zwei Millimeter groß und schwach gelblich bis fast durchscheinend gefärbt. Nur die Larve der Herbstmilbe lebt parasitisch und sticht Tiere und Menschen, erwachsene Milben stechen nicht. Alle Katzen, Hunde und Menschen, die Probleme mit einem Milbenbefall zeigen, werden demnach ausschließlich von den Larven der Herbstgrasmilben bevölkert. Typische Lebensräume sind Gärten, Äcker, Kulturwiesen und Waldränder, wo ihre Larven auf dem Boden, auf Gräsern, auf Kräutern und in seltenen Fällen sogar in niedrigen Regionen von Sträuchern zu finden sind. Die verbreitete Meinung, dass die Milben nur in unmittelbarer Nähe von Gewässern auftreten, stimmt nicht. Ebenso unzutreffend ist die Vermutung, dass sich die Milben von erhöhten Standorten auf den Wirt fallen lassen. Bei Hunden und Katzen ist der Befall oft bei genauer Betrachtung gut erkennbar, da sich viele Larven an bestimmten Stellen sammeln und hier als rötliche Schorfkruste erkennbar sind – mit Vorliebe in den Zwischenzehenbereichen, der Ohr- und Nasengegend und um die Schwanzspitze sowie um die Zitzen herum.

Der Juckreiz, den Neyla verspürte führte durch das ständige Kratzen und Schubbern zu Verletzungen, die sich schon begonnen hatten zu entzünden. Die Tierärztin verabreichte ein Spot-On in den Nacken mit dem guten Rat, sich nicht zu wundern, der Juckreiz sollte die folge Tage erst noch einmal schlimmer werden, bevor sich eine Besserung einstellen würde. Was das schlimmer werden anging, hatte sie Recht, besser wurde es aber auch nach zwei Wochen nicht. Deshalb wurde Neyla erneut ein Spot-On verabreicht. Auch dieses hat leider nicht viel geholfen.

abheilende Kratzwunden

Man liest immer wieder von Hausmitteln, die zur Bekämpfung der lästigen Mitbewohner angepriesen werden. Zum Beispiel soll Knoblauch gegen den Larvenbefall helfen. Doch Knoblauch enthält wie Zwiebeln auch den Wirkstoff N-Propyldisulfid, der bei Hunden die roten Blutkörperchen zerstören kann und so über einen längeren Zeitraum, je nach Menge des gegebenen Knoblauchs, zu einer Blutarmut mit daraus resultierender Apathie führt. Auch Teebaumöl wird oft als wirksames und günstiges Mittel „ohne jegliche Chemie“ gegen die Herbstgrasmilbenlarve, Flöhe und Zecken verabreicht. Auch hier ist Vorsicht geboten: Die ätherischen Öle des Teebaums können bei Hunden schwerwiegende allergische Reaktionen auslösen. Teebaumöl hat in der Hausapotheke für Ihren Hund nichts verloren.

Wir haben Neyla zusätzlich mit einem Shampoo gewaschen und um den Juckreiz zu lindern mit Aloevera eingerieben. Inzwischen ist alles ganz gut abgeheilt und auch die Meinung einer zweiten Tierärztin bestätigte uns, dass wir warten müssten. Eine zuverlässige Behandlung gegen Herbstgrasmilden gibt es wohl derzeit nicht.

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