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Mit dem Hund ins Büro – von Dog Rotation und spielenden Chefs

Wer kennt das nicht: Die Arbeit ruft und der Hund muss stundenlang alleine zuhause bleiben. Vielen Hunden macht dies nichts aus, da sie einfach die Zeit verschlafen und putzmunter sind, sobald man erschöpft von der Arbeit nach Hause kommt. Doch wie lange kann ein Hund alleine bleiben?

Ist der Hund stundenweise allein, stellt das im Normalfall kein Problem dar. Der Hund verschläft die Zeit meist einfach und wird kaum merken, wie lange er nun wirklich allein war. Unsere Hunde aus dem Tierschutz scheinen jedoch Angstzustände zu bekommen, sobald sie allein gelassen werden und vergessen dann, dass sie eigentlich stubenrein sind. Da sind meist auch schon kurze Zeiträume zu lang. Wir haben leider auch keine Möglichkeit, jemanden zu uns zu holen, der gelegentlich nach den Hunden sieht. Es bleibt also keine andere Möglichkeit, als die Hunde gelegentlich mit ins Büro zu nehmen, um besonders Tage, wo sie lange allein wären, erträglicher zu machen. (Da wir allerdings drei Hunde haben, müssen wir hier „Dog Rotation“ machen und die Hunde abwechselnd mitnehmen – drei Hunde auf einmal wären einfach zu viel.)

Arbeitgeber müssen es übrigens nicht erlauben, dass Hunde ins Büro mitkommen dürfen. Es ist also ein reines Entgegenkommen des Chefs, wenn der Hund mitdarf. Aus diesem Grund sollte unbedingt zuvor die Erlaubnis vom Chef eingeholt werden – aus Höflichkeit und Rücksicht am besten auch von den Arbeitskollegen, die im gleichen Büro sitzen. Manch einer mag vielleicht Angst vor Hunden oder gar eine Tierhaarallergie haben.

Man sollte sich auch vorab Gedanken darüber machen, ob es wirklich sinnvoll ist, den Hund mitzunehmen:

  • Ist Zeit für einen Spaziergang zwischendurch? Bietet die Gegend überhaupt die Möglichkeit für Spaziergänge?
  • Habe ich Termine, wo der Hund eventuell unruhig durch das Besprechungszimmer spaziert?
  • Lenkt der Hund mich oder andere vielleicht zu sehr von der Arbeit ab?
  • Gibt es einen Platz, wo der Hund in Ruhe liegen kann, ohne andere zu stören?

Nicht vergessen: Decke und Wassernapf in einer ruhigen Ecke.

Wenn diese Punkte geklärt sind, steht dem tierischen Besuch eigentlich nichts mehr im Wege. Man sollte unbedingt daran denken, ein Körbchen (oder eine Decke) sowie einen Wassernapf mitzunehmen. Unsere Hunde bekommen nur morgens und abends Futter, einen weiteren Futternapf nehmen wir also nicht mit. Es ist übrigens auch sinnvoll, ein Wurfspielzeug einzupacken und – sofern möglich – den Hund vor der Arbeit und zwischendurch mal ordentlich draußen auszupowern, damit er im Büro möglichst ruhig ist.

Wenn der Hund ausgepowert ist, bleibt er im Büro ruhig.

Wie sich Hunde schlussendlich im Büro verhalten, hängt natürlich ganz stark vom Charakter des Tiers ab. Selbst unsere drei verhalten sich vollkommen unterschiedlich. Während die eine fröhlich alleine durch alle Büroräume flitzt und Kollegen begrüßt und zum Spielen animiert, liegt die andere durchgehend auf ihrem Plätzchen und schläft/schnarcht. Die dritte folgt auf Schritt und Tritt und will bei jeder Aktivität dabei sein.

Der wichtigste Punkt ist: Der Hund darf niemanden wirklich stören. Sonst kann der Arbeitgeber das Mitbringen des Tiers schnell wieder verbieten.

Manche Arbeitgeber sehen oft nämlich auch nur die Nachteile: Hunde verursachen Schmutz. Selbst wenn die Pfoten sauber sind, wird der Hund zwangsläufig Haare verlieren. Manche Hunde riechen eventuell auch etwas streng – gerade bei nassem Wetter kann dies passieren. In kleinen Büroräumen wird dies schnell unangenehm auffallen. Und –  auch wenn dies anfangs noch niedlich scheint – manche Hunde schnarchen sehr intensiv und können damit nicht nur die unmittelbaren Kollegen, sondern eventuell auch Telefonate stören.

Einige Grundregeln müssen eingehalten werden, damit der Hund am Arbeitsplatz bleiben darf:

  • Der Hund darf niemanden von der Arbeit ablenken. Kurz spielen ist ok, das hebt die Stimmung. Aber eine stundenlange Beschäftigung darf nicht sein.
  • Der Hund darf nicht im Weg liegen, sodass man umständlich um ihn herum oder über ihn drüber gehen muss.
  • Herrscht Kundenverkehr, muss der Hund woanders liegen. Man kann nie wissen, ob ein Besucher ins Büro kommt, der womöglich Angst vor Hunden hat.

Solange der Hund nicht im Weg ist, kann er auch woanders schlafen. 🙂

Übrigens haben viele Studien schon gezeigt, dass Hunde im Büro durchaus auch von Vorteil sind. Sie senken den Stresslevel der Mitarbeiter und damit das Risiko von Burnouts. Aus eigener Erfahrung können wir berichten, dass es definitiv die Stimmung hebt. Selbst der eigentlich Katzen-verliebte Chef oder so ernste Vorgesetzte freut sich sehr über die Gesellschaft und greift zum Spielzeug. Man kommt mit Kollegen ins Gespräch und lernt auch mal eine andere Seite von ihnen kennen. Durch einen gelegentlichen Spaziergang zwischendurch schafft man zudem wichtige Pausen mit Bewegung, die man sich sonst womöglich nicht gönnen würde. Auch für die Hunde ist es jedes Mal ein Erlebnis – wo sonst steht man bei so vielen Menschen im Mittelpunkt und wird dauerhaft gestreichelt?

 

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